Eine neue Ära – Teil 3

Wir waren heute am 06.07.2019 bei dem Sommerfest in Recklinghausen, dem Tierheim wo wir unsere „Drei Ladys“ gefunden und zu uns genommen haben. Wir waren erfreut darüber, dass uns die eine und andere Mitarbeiterin wieder erkannt hat. Besonders waren wir darüber erfreut, dass wir die zuständige Frau vom Veterinäramt, Frau Bölling, mal persönlich kennenlernen konnten.

Ihre Begeisterung und Freude darüber, dass es die drei so gut getroffen hat und das sie sich so fantastisch entwickelt haben, war kaum zu übersehen. Wir gaben ihr noch Fotos von „Vorher und Nachher“ mit, die sie ihren Mitarbeitern zeigen möchte, damit sie sehen, dass ihre Arbeit nicht umsonst ist und das es Menschen gibt, die sich deren die aus einer
Sicherstellung, aus einem schlimmen Haushalt und desolaten körperlichen und
Gesundheitlichen Zustand noch ein schönes zu Hause bekommen können.

Sie war begeistert und man sah ihr die Freude an, dass die drei Ladys es noch in der letzten Minute geschafft haben ein neues zu Hause zu finden.

Also mal von vorne.

Wir sind angekommen und haben uns umgesehen und auch noch einmal das Zimmer angesehen, wo wir unsere drei Ladys vorgefunden haben. Ich muss oder ich kann dir sagen, ich hatte eine Gänsehaut, die war mindestens 5 cm dick. Ich habe zusammenkauernd Minka unter dem Kratzbaum sitzen sehen und Belle auf der Heizung. Agnes lag zusammengerollt auf ihrer Decke in der Ecke auf dem Katzenkorb. Es war, als wäre in meinem Kopf die Zeit stehen geblieben.

Dann hatten wir noch Gespräche geführt, mit den Mitarbeitern und der Chefin des
Tierheims. Und die sagte uns, dass Agnes bereits auf der Liste stand, sie war schon vorgemerkt und sollte die nächsten Tage eingeschläfert werden. Mir standen fast die Tränen in den Augen, ich war geschockt! Minka sollte dann schon bald folgen.

Es waren eben Tiere, die kein neues zu Hause zu erwarten hatten. Den Zustand der Tiere kennt ihr ja bereits, von den Bildern hier. (Klick hier auf  BelleAgnesMinka

Kein Mensch hätte sich so was wie Minka, Agnes und Belle angeschafft oder nach Hause geholt.

Zugegeben, sie waren nicht schön, aber man muss sich den Hintergrund anschauen und nachdenken, dass das Tier am allerwenigsten für seine schlechte Situation etwas kann. Dass es nicht das Tier ist, was die Schuld trägt, sondern der Mensch, der das Tier verwahrlosen lassen hat.

Agnes hatten sie noch einmal ein paar Lebenszeit Tage eingeräumt, in der Hoffnung, dass wenigstens sie noch einen neues zu Hause bekommt. Und dann kamen wir und haben angekündigt, dass wir die Tiere alle drei zu uns nehmen wollen und werden.

Das hat Agnes, Minka, Belle das Leben gerettet.

Ansonsten, hätten die drei Ladys das Weihnachten 2018, nicht mehr erlebt.

Wenn wir die Tiere so ansehen, kommt uns der Gedanke, dass wir wirklich ein perfektes Timing hatten oder das es eben eine Fügung war. Wir verstehen zwar nicht deren Sprache der Tiere, aber wir verstehen die Zeichen von Lebensfreude und empfinden es mit. Sie wollen leben und das wollen wir ihnen geben.  (DG 07.07.2019)

Wir sind so froh, dass wir noch rechtzeitig diese liebenswerten Tiere gefunden haben und uns entschlossen haben, alle drei zu uns zu holen. Der Gedanke, das die anderen zwei hätten gehen müssen, weil sie keiner wollte, das Gefühl bricht uns das Herz.

Jetzt, gerade jetzt, werden wir diese Tiere doppelt, nein dreifach und vieles mehr, noch mehr lieben. Wen wir in ihre Augen sehen, sehen wir Dankbarkeit, Sie sind genauso Liebens und Lebens wert. Sie haben auch eine Daseinsberechtigung.

Wir sehen es ein und verurteilen es nicht, dass Tiere die nicht vermittelbar sind, aufgrund
von Krankheit oder weil keiner solchen Tiere haben will, weil sie eben nicht mehr in die
Norm von 100 % oder / und von Einwand Freiheit sind, irgendwann, eingeschläfert werden müssen.

Aber das kann man verhindern, wenn man ein Herz hat.

Es war richtig, diese lieben Wesen zu uns zu holen. Es hat sich, so wie ihr es richtig sehen könnt, gelohnt. Wir würden es wieder tun und wir sind noch immer davon überzeugt,

wir haben es richtig gemacht!

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2 Responses to Eine neue Ära – Teil 3

  1. Conny V sagt:

    Ich wünschte es würde mehr Leute wie Euch geben, die sich solcher armen Kreaturen annehmen.
    Natürlich müssen auch die finanzellen Mittel vorhanden sein und man muß die nötige Zeit aufbringen können um die anstehenden Tierarztbesuche durchführen zu können.
    Wenn das alles gegebenen ist muß man natürlich noch den mut aufbringen sich so einer großen Aufgabe zu stellen.
    Ihr habt es gewagt und habt es nicht bereut. Eure 3 Kätzchen bdanken sich jeden Tag bei Euch mit Ihrer Liebe und ihrer Lebensfreude, die sie jetzt wieder erlangt haben.

    Ich finde es auch klasse, daß Ihr den Tierheimmitarbeitern feedback gebt wie gut Minka, Belle und Agnes sich inzwischen entwickelt haben.
    Solche Erfolgsgeschichten sind es doch, die die Tierschützer wieder aufrichtet, bei all dem Elend mit dem sie täglich klar kommen müssen. Solche happy ends sind es doch warum die Leute diesen Job überhaupt machen.

    Es sollte mehr Menschen wie Euch geben.

  2. Tagwerker sagt:

    Es wäre wünschenswert, wenn kranke und alte Tiere auf einen Gnadenhof oder einer Gnaden-Pflegestelle ihre letzte Zeit erleben dürften. Dem ist leider nicht so. Tiere werden als eine Sache behandelt und ohne jemanden etwas zu wollen, werden kranke Tiere so wie Agnes, Belle und Minka wie alte Taschen entsorgt. Es ist kostspielig für die Ämter, solche Tiere solange zu halten. Tierarztkosten sind nicht billig und dafür habe ich auch Verständnis, das so gehandelt werden muss.

    Denn wer will den schon solche kranken Tiere?

    Ich mache keinen einen Vorwurf, aber appelliere an die Menschen sich auch mal zu trauen, so ein Tier zu sich zu nehmen. Kranke Menschen werden doch auch geholfen und da wird nicht hingesehen, wie verunstaltet oder hilflos dieser Mensch ist.
    Tiere haben auch ein Herz und sie atmen, fühlen und leiden wie Menschen auch.
    Wen die Herzen auch mal so groß für diese Geschöpfe wäre, wie z. Z. für die Flüchtlinge, das wäre mal ein sinnvolles Opfer. Den diese Tiere vergewaltigen rauben und töten nicht zum Dank das ihm die helfende Hand gereicht wurde.
    Nein, sie sind Dankbar.
    Ja wir sind sehr glücklich darüber, das wir die drei Ladys haben. Wir freuen uns jeden Tag und erleben das Treiben der drei, mit Wonne.

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