I am a music machine

Musik ist eine feine Sache und sammeln sollte eine mäßige und geregelte Leidenschaft sein und bleiben. Darum möchte ich gern mein Wissen erweitern und gern mit Menschen über Musik reden und fachsimpeln.

Darum am Anfang mal meine Geschichte wie ich an Musik gekommen bin.

DCF 1.0

Musik wurde mir als Kind wahrscheinlich intravenös ins Blut gegeben. Schon als kleines Kind, ich erinnere, dass ich 1958 auf die Welt gekommen bin, mit 2 Jahre habe ich mich immer gefreut, wenn meine Eltern das Radio, was zu der Zeit noch sozusagen vor geglüht wurde, an geschmissen haben. Wenn dann das Geräusch der Schiebetür vom Phonoschrank durch das Wohnzimmer klang, da wusste ich es werden runde Scheiben aufgelegt, die so schöne Klänge produzieren.

Es ist für mich immer wieder ein Erlebnis an die Zeit zurückzudenken, wo mir mein Vater am Anfang immer meine Platte aufgelegt hatte von Fred Bertelmann „Der lachende Vagabund.“ Nach 3-mal abspielen war Schluss und Proteste waren zwecklos, andere wollten auch mal ihre Musik hören. Schön war es auch, wenn meine Tante bei uns zu Besuch war und Platten von Alexandra aufgelegt hatte. Ich liebte ihre Stimme und konnte die nicht genug hören. Bis auf eine Platte, da musste mich meine Tante tröstend in ihrem Arm halten, weil die Tränen flossen, wenn Alexandra die Zeile sang: „Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im frühen Morgenrot-“ Ich war noch zu klein und konnte es nicht verstehen, dass der Baum tot sein sollte und dass es sich nur um ein Lied handelte.

Ich wollte nicht, dass der Baum nicht mehr da ist.

Was hatten meine Eltern doch komische Musik im Repertoire? Aber diese war zu diesem
Zeitpunkt zeitgemäß und was anderes gab es zu der Zeit auch nicht. Da ließ man sich auch
schon mal Gus Backus – Der Mann im Mond (1961) gefallen.

So kam ich auf dem Geschmack, wobei ich nicht ahnen konnte, wohin das mal führt.

Nach und nach, da ich mich noch nicht so mit der englischen Musik befasste, begann meine Sammelleidenschaft mit meinem 9. Lebensjahr. Die erste Plattensammlung davon eine einzige in Englisch alles andere in Deutsch hatte seinen Anfang gefunden. Nur die, die mich wirklich angesprochen haben, waren in meiner Sammlung zu finden.

Aber auch nur die! So war dann der Anfang gemacht:

Bee Gees „Barker Of The UFO“ 1. und einzige zu diesem Zeitpunkt in Englisch
Roland W. „Monja / Cindy Jane“
Freddy „Hundert Mann und ein Befehl“
Ronny „Kleine Annabell“ B Side – von „Kenn ein Land“

So entwickelte sich meine Sammelleidenschaft, die nachher krankhaftere Züge angenommen hat.

Meine zweite englische Single war dann von den Sweet „Funny Funny“ und so war ich von
Anbeginn 1971 – bis (ich gebe es zu) zum heutigen Tag Fan dieser Gruppe. So kam ich auch an meine allererste LP. Ich werde es nie vergessen, als eine Freundin von meinen Eltern mir diese LP aus England mitgebracht hatte. Von den Sweet „Funny How Sweet Co-Co Can Be“

Ich glaube, diese gab es nie in Deutschland so zu kaufen. Zumindest nicht diese Version wie ich sie dann besaß.

So folgten schnell die Singles und LP von Jimi Hendrix, Rainbow, MUD, The Rubettes, Status Quo, Queen, T.Rex, Kiss, Dee Purple, Pink Floyd, u.s.w. Mein Ohr war nur auf Musik eingestellt. Sammeln kann einsam machen, diese Feststellung habe ich leider auch gemacht.

Ich ging nur noch Arbeiten für meine Musik und die besten und die teuersten Abspielanlagen um die Sammlung nicht zu beschädigen. Nachher folgten teurere Bandmaschinen, um die für mich so wertvollen Platten nur ein einziges Mal abzuspielen, nämlich um sie auf Tonband zu archivieren. Von da an standen sie geordnet in meinem Regal. Meine Sammlung anfassen oder aus dem Regal raus nehmen, um sie sich mal näher anzusehen, das durfte niemand. Gezeigt wurde nur aus meiner Hand, berühren war verboten.

Das passte meinen Freunden nicht so recht, obwohl mein Verhalten dem gegenüber
durchaus berechtigt war. Die gingen mit ihren Scheiben so um, als wären es nur schwarze
Platten die auch mal Bekanntschaft mit einem Schluck Bier oder etwas Zigarettenasche
vertragen könnten. Fingerabdrücke auf den Rillen, das war ein Weltuntergang für mich und für meine Freunde alltäglich und selbstverständlich.

So war ich schon mit 15 Jahren im stolzen Besitz von etwa 2000 Singles und 400 LP. Ich fing an in den alten Archiven zu suchen und fand das eine oder andere Schätzchen. So wurden auch alte und guterhaltene gebrauchte gesucht und gekauft. Das war nicht immer im Sinne von meinen Eltern, aber es wurde toleriert.

Anstatt Freundschaften zu pflegen, pflegte ich nachher viel lieber meine Plattensammlung.
Bis ich mal festgestellt habe, dass ich bereits alleine bin, da war es zu spät. Diskotheken, die fast mein 2. zu Hause waren, weil ich viel mehr mich dort herumgetrieben habe um die
neuste Mucke zu hören und in mir aufzusaugen, machten die Sache nicht besser. Der
Sammelwahn wurde dadurch verstärkt und ich begann Schulden zu machen, weil ich
ausgerechnet diese Platte unbedingt in meinem Besitz wissen wollte. Es war so das so, was
wie Entzugserscheinungen auftrat. Die Welt blieb für mich stehen, wenn ich nicht bald diese Platte in meinem Besitz habe. Es machte mich auch krank und schlaflose Nächte waren das nächste Problem in der ganzen Kette. Aufputschmittel um auf der Arbeit nicht einzuschlafen wurden mein täglicher Begleiter.

Und warum? Um schwarze Scheiben mit zwei Rillen, eine auf der A und eine auf der B-Seite zu besitzen. Immer der erste zu sein um sagen können, die habe ich schon längst in meiner Sammlung. Aus dem Wettlauf und der nachher unkontrollierten Sammelwut, da kam auch eines Tages der totale Abbruch.

Ich bin so was von abgestürzt und bin Zeiten durchlaufen, die ich nicht noch einmal erleben möchte. Vom Sammelanfang bis hin zum Absturz vergingen 7 Jahre, gefolgt von vielen Jahren, die ich brauchte um mich davon zu erholen. Dann kamen die allerersten CD’s auf den Markt und fast hätte es mich wieder gepackt. Ich hatte noch letztendlich die Kurve bekommen, aber ich war lange Zeit irgendwie nicht ausgelastet und unglücklich und dann …. !

Jetzt sammle ich CD’s!

Aber, an erster Stelle ist meine Familie und dann komme ICH! Dann irgendwann habe ich meine gesamte Musiksammlung, die ich für unsere Kinder und Enkel hege und pflege sogar digitalisiert und archiviert. Ich denke, auch nach uns kommen noch Menschen die vielleicht genau diese Musik mögen, weil diese wieder modern und gefragt ist.

Wobei das nur ein ganz kleiner Teil meiner Sammlung zeigt.

Heute bevorzuge ich nur noch vereinzelte Musiker und Gruppen. Was nicht bedeutet, dass
ich meine Lieblingsplatten oder Oldie´s nicht mehr höre. Ohne dieses geht es natürlich auch nicht.

Meine Favoriten heute sind, alles von

Jean Michel Jarre,
Sky,
Pink Floyd,
J. Vangelis,
Rainbow,
Iron Butterlfy nur „In a Gadda da vida“

und von
Gerogio nur „From here to Eternity“,

Was ich nebenbei mal ganz gerne an Musik höre ist,

von Zuccero, besonders die Platte „Chocabeck“
von Rainbow „Medley – Man on The Silver Mountain“ und „Catch The Rainbow“
von Rea Garvey „Wild Love“ und „Colour Me In“

Ein Lieblingsmusical, das habe ich natürlich auch, man wäre kein richtiger Musikfan, wenn nicht auch ein Musical dabei wäre.

An 1. Stelle ist das Musical „Hair“ an 2. Stelle „Jesus Christ Superstar

Meine Lieblingsfilme sind „Stardust“ „Hair“ „The Wander“ und „Quadrophenia

Das sollte es für das erste einmal sein! Aber eines das kann ich wirklich nur bestätigen,
„Sammeln kann süchtig machen wie Alkohol!“

Darum noch mal mein Satz vom Anfang.

Musik ist eine feine Sache und sammeln sollte eine mäßige und geregelte Leidenschaft sein und bleiben.

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