Selbstgespräch – Sein letztes Kapitel

Hallo mein Freund,

ich wüste um ehrlich zu sein nicht, wo ich anfangen sollte, meine ganze seit Jahren
angestauten Probleme loszuwerden. Darum lasse mich einfach irgendwo anfangen, z.B.
am Ende des ganzen Kapitels. Denn das vergangene und noch belastende wird sich
hoffentlich dann auflösen und mich in Ruhe lassen. Das hoffe ich zumindest.

Im letzten Jahr 2013 habe ich angefangen alle mein Schulden, die ich niemals zahlen wollte, weil ich über den Dingen stehen wollte, habe ich mit Anfang 2014 erledigt und gezahlt. So dann habe ich angefangen jeden Monat etwas Geld an die Seit zu legen, immer sodass es nicht auffällt oder fehlte, um mir mal etwas Größeres leisten zu können. Oder etwas mit meiner Frau zu unternehmen was wir schon immer mal vorhatten. Ich wollte sie dann eben mit etwas ganz tollen überraschen.

Nur sehe ich dass, sich die vielen Aussagen von Ärzten bestätigen und ich mehr und mehr in meinem Leben eingeschränkt werde. Das sozusagen mein Leben sich von mir verabschiedet und nicht umgekehrt, ich nur noch existiere. Eben nur noch da bin, um da zu sein aber in Wirklichkeit keinerlei Funktion oder nutzen für diese Welt habe. Wie lange, dass ein Mensch aushält, der anfängt nur nach zu Träumen um die Hoffnungen die so langsam schwindet und sich aufzulösen scheinen, das vermag ich nicht zu sagen.

Darum habe ich angefangen meine Pläne zu ändern und nun spare ich dafür, dass wenn es
wahr wird, ich meiner Frau ein wenig hinterlassen kann. Jeden Monat versuche ich 150 Euro abzuzweigen und ich hoffe, dass sie nie vorher dahinter kommt. Sie ahnt es zwar, aber sie hat mich noch nicht darauf angesprochen. Um das etwa abzuflachen und keinen Verdacht zu erregen lege ich 50 Euro zusätzlich in Aktien an. In der Hoffnung mal größeres, nichts Riesiges, aber eben etwas zu mehr zu gewinnen für meine Frau.

Denn wenn du für dich spürst, das Hoffnungen und die Wahrheit auseinander tendieren, du nur noch in deinen Träumen Befriedigung findest und nicht mehr das alles erleben und
genießen kannst, wenn das nebeneinander zum Schatten wird und die Differenzen und
Hürden für dich persönlich nicht mehr zu schaffen sind, du anfängst die selbst zu zerlegen
und zu bestrafen für das was in dir und um dir rum vorgeht, dann ist es der Anfang vom
Gehen. Wenn du feststellst, dass es soweit ist, dann bist du schon die ersten Schritte
gegangen. Du willst nicht mehr zurückgehen, du willst nur gehen, weit weg und niemals
wiederkommen.

Du wirst zwischen hell und dunkel entscheiden und wenn du nicht selbst aus diesem
Schatten trittst, das wirst du dich ergeben und gehen. Was für mich eine Erlösung wäre.

Was ich mir für mein Leben noch wünschen würde? Ich glaube, das Wünschen habe ich
verlernt. Ich habe schon lange angefangen gute Miene zum bösen Spiel zu machen und
angefangen Dinge zu verdrängen um die Zeitweise und einschleichenden Verluste nicht
mehr so hart zu sehen. Ich löse mich auf und kann es nicht verhindern.

Darum werde ich mir meinen Weg sehr gut planen und gut zu Recht legen. Versuchen das
eine oder andere noch zu erleben um dann irgendwann vor dem Schöpfer stehen zu können und zu sagen, “Herr, die Arbeit ist getan, ich habe alles in meinem Leben erledigt. Lasse mich rein!”

Das wäre nun mal ein Kapitel von den ganzen vielen die mich erdrücken und verfolgen. Ein Kapitel zu dem was ich mal zu einem verfassen möchte.

Schweige, solange du lebst, denn ich vertraue dir!

Dein Freund

War er denn am Ende ein wahrer Freund?

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1 Response to Selbstgespräch – Sein letztes Kapitel

  1. Tagwerker sagt:

    Phantastik und Realistik

    Quelle: wikipedia unter Phantastik und Realistik

    Im Sinne der Fiktionstheorie sind Phantastik und Realistik Bezeichnungen, die auf den Anteil an Erfundenem beziehungsweise auf die Ähnlichkeit zwischen realer und fiktiver Welt verweisen. Darstellungen werden als phantastisch bezeichnet, wenn sie einen sehr hohen Anteil an Erfundenem besitzen. Dabei ist Phantastik im Sinne der Fiktionstheorie nicht zwangsläufig mit dem Genre der Fantastik oder des Fantasy gleichzusetzen, selbst wenn es sich bei diesen in der Regel um Genres handelt, die phantastisch auch im Sinne der Fiktionstheorie sind. Darstellungen gelten als realistisch, wenn die Ähnlichkeit zwischen realer und fiktiver Welt sehr hoch ist, sie also einen geringen Anteil an Erfundenem haben. Realistik im Sinne der Fiktionstheorie ist nicht notwendig mit der Epoche des Realismus oder mit realistischem Stil (effet de réel) verknüpft. Die Verwechslung der jeweiligen Bedeutungslinien führt oft zu Verwirrung um die Bedeutung von „Realismus“ und „Phantastik“.

    ***

    Was ich damit sagen will, diese Geschichte ist frei erfunden, diese Geschichte hat es nie gegeben! Wie viele andere Geschichten hier auch. Man kann sich Gedanken darüber machen, wer ist der Mensch, ist er im Sterbevorgang, liegt er im Koma und denkt nach, oder ist es jemand, der angst vor sein Leben, sein Lebensende hat. Lasse deiner Phantasie, freien lauf.

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